Sonntag, 27. April 2008

Meuterei auf der Boro

Überraschend lange hatte der Frieden an Bord der Boro gehalten, doch im Endeffekt kam es wie es kommen musste und rauhe See lag vor der Besatzung... Mit einer wild zusammengewürfelten Crew die sich kaum kannte waren die Entwicklungen eigentlich abzusehen, doch die Mannschaft (die zum überwiegenden Teil aus Süd und Ostdeutschen Freibeutern und Tageklöhnern bestand) war anfangs guter Dinge und so segelte die Boro friedlich vor sich hin ohne größere Zwischenfälle und mit einer zufriedenen Besatzung. Kleinere Auseinadersetzungen an Bord konnten die Stimmung nie trüben und Captain Jack hatte sich an der Spitze des Schiffes etabliert und sah mit Freude wie die komplette Truppe an einem Strang zog und vor allem in den ersten Wochen der Reise eine unglaublich hohe Moral an den Tag legte. Es dauerte erstaunlich lange bis sich der erste Unmut unter einigen Crewmitgliedern auszumachen schien, nicht unbemerkt durch Captain Jack, der aber auf ein Eingreifen vertichtete. Vor allem der 2. Maat Andrew schien durch sein Auftreten dem Captain ein Dorn im Auge zu sein doch wurde vom Captain alles geduldet und in der Hoffnung verblieben die See würde wieder ruhiger werden... doch die Abwartetaktik ging nicht auf und es schien fast als würde Maat Andrew zur Meuterei gegen den Captain aufrufen wollen. Während sich manche Crewmitglieder wie der Küchenjunge lieber aus der Angelegenheit raushielten nahmen einige Männer an Bord die Gelegenheit wahr ihre Loyalität zum captain zu zeigen oder ihren bereits angestauten Unmut loszuwerden. Am Ende jedenfalls stärkte der Großteil der Mannschaft ihrem Anführer Jack den Rücken und erstickte eine mögliche Meuterei sofort im Keim...was den 2. Maat zunächst allein zurück ließ und die Dominanz des Captains an Bord nochmal deutlich unterstrich, zumal selbst sonst ruhie Mitglieder der Besatzung deutliche Worte fanden und Partei ergriffen um die Ruhe auf der Boro nicht zu gefährden! Die Stimmung war über eine gewisse Zeit angespannt auf der Boro und es bildeten sich gespaltene Fronten, die von befreundeten Händlern und Seeräubern nicht unbemerkt blieben und äußert kritisch beäugt wurden. Die Moral der Männer war am sinken und die Segelei fiel bei weitem nicht mehr so leicht wie anfangs als die Besatzung noch nicht so lange zusammen an Deck verbracht hatte... Nach einigen merkwürdigen Situationen in den Hafenstädten, die beinahe in größeren Reiberein eskaliert wären, lenkten die beiden Parteien ein und stellten den Frieden auf der Boro wieder her. Die Wogen haben sich geglättet und auch wenn einige Ratten das sinkende Schiff verlassen haben und andere Crewmitglieder schlichtweg in heimischen Gewässern ihr Glück suchen, wird die Boro wohl sicher ihren Heimathafen erreichen und Captain Jack wird seiner Besatzung für eine erfolgreiche Reise danken können!

Samstag, 26. April 2008

Das Sandwich Kartell


Noch mehr Essen?! Ich befürchte schon! Diesmal kann ich mich leider nicht in Schwärmereien verlieren sondern muss knallhart mit der Nahrungsindustrie Englands abrechnen und hier mal Tacheles reden! Meine bevorzugte Energiequelle wenn ich unterwegs bin und mich auf hausfremdes Essen verlassen muss ist das Sandwich. Optisch nicht besonders ansprechend bietet dieses weiche Brötchen mit Salat und einem Pampenbelag meiner Wahl (Thunfisch und verschiedene Chicken-Panschereien sind hier ganz oben) doch das absolut beste Preis/Geschmacksverhältnis der Stadt...doch scheint eine Verschwörung in Gange zu sein, die mir den Appetit verderben will! Zunächst soll erklärt werden: Es gibt zwei herausragende Anbieter, nämlich zum einen Fatso's und zum anderen Greedy Jack's. Kleinere Vor- und Nachteile in Sachen Geschmack sind zu vernachlässigen, Fatso's punktet aber mit einem kürzeren Weg zur Uni schlägt aber mit einem Preis von 1,20 zu Buche, während der weiter entfernte Wagon von Jack nur ein lausiges Pfund für seine essbaren Gummikeulen fordert...es lag also immer an meinem Elan und ein bisschen Rechnerei ob 20 p Unterschied den längeren Weg rechtfertigen würden...Bis zu jenem Tag als die ewige Schlacht scheinbar ein abruptes Ende nahm: Fatso's schlug nochmal 20 p auf ihren Preis drauf und machte die Kluft noch weiter...der Sieg für Greedy Jack's schien gesichert, zumal man hier sogar gratis Coleslaw ordern konnte. Doch eines merkwürdigen Tages stand der grüne Greedy Jack's Wagen nicht an seinem angestammten Platz im Stadtzentrum und sorgte für Verwirrung (und lange Gesichter bei Steffen und Alex die das bestätigen können!). Als der Wagen wenige Tage später zurück kehrte traf mich beinahe der Schlag! 1,20 wurden einem nun für ein Sandwich abgeknöpft und somit das alte verhältnis wieder her gestellt! Ich schreie laut "Schiebung!!!" doch meine Rufe verhallen in der Ohren dieser kapitalistischen Kartelltreiber... es scheint als wäre man nicht mal auf der Insel vor abgesprochenen Preissteigerungen des Essensgewerbes sicher... so bleibt mir nichts anderes üblich als den Kampf der zwei als wieder offen anzusehen und wohl oder übel 20 p mehr auf die Theke zu knallen um meinen Bedarf an Matschbrötchen zu decken! Danke!!!

PS: Die Verkäuferinnen bei Fatso's sind hübscher!

Donnerstag, 24. April 2008

Parmo 2.0 a.k.a. "The Hotshot"

Das Chicken Parmesan hab ich hier ja bereits zu genüge beleuchtet und meine Zuneigung und Bewunderung für dieses einzigartige Gericht offen zur Schau gestellt. Es benötigte jedoch erst eine dem Alkoholkonsum zu verdankende Epiphanie um halb vier Uhr morgens im Imbissladen als ein heller Lichtstrahl auf einen versteckten Eintrag in der Speisekarte fiel und meine Aufmerksamkeit auf das "Hotshot Parmo" richtete...sicher ich hatte bereits Legenden darüber gehört und auch so manche Schwärmerei von Kumpels ging nicht spurlos an mir vorbei... aber die göttliche Fügung flüsterte mir erst an eben jenem Mittwoch Abend ins Ohr dass hinter diesem Wort der Schlüssel zum nächtlichen Fastfood Paradies stecken könnte! Die Wartzeit schien zwar unendlich lang aber was ich dann in diesem Pappkarton entdeckte war verstörend und inspirierend zugleich: Ein Chicken Parmesan garniert mit Paprika, Peperoni und scharfer Salami...die zusätzlichen Zutaten gaben dem Parmo das nötige Feuer unter dem Hintern und schossen es nochmals in völlig neue Geschmacksregionen...nicht das damit der Tod des alten Parmos besiegelt wäre aber die Konkurrent auf dem Fastfood Markt ist damit nochmal deutlich gewachsen! Die Dichte an der Spitze ist sozusagen enger geworden und es ringen mehrere ungesunde Frittiermonster um meine Gunst an der Essenstheke! Jedenfalls habe ich das Hotshot mit höchstem Genuss in völligem Schweigen verzehrt und mir danach gedacht wer herrliches Genie sich dieses Gericht ersonnen hat...wer auch immer es war, ich danke ihm an dieser Stelle!

Highway to the danger zone: Bally's birthday


Einer meiner besten Kumpels hier hatte seinen 20sten anstehen und wir die wir alle heiss aufs Feiern nach den Ferien waren (obwohl wir bereits am Montag eine ziemlich gute Aufwärmrunde hinter uns hatten, die beinahe in einer großen Schlägerei geendet hätte, wenn sich die Situation nicht kurz vor Schluss noch entschärft hätte...) ließen wir uns nicht lumpen und haben keine Kosten und Mühen gescheut diesen Geburtstage besonders zu machen! Das große Highlight des Abends war definitiv das geniale Motto "Top Gun"! Alle Jungs waren ganz heiss drauf sich in Overalls, Hundemarken und Fliegerbrillen zu schmeißen und extrem cool und männlich zu sein :) Also gings nach einem Team Foto (das ich hoffentlich bald bekomme) gemeinsam in die Stadt um uns mit der angemessenen Abendgarderobe einzudecken, und machten einen Strassenverkäufer der wohl kaum dachte er würde sämtliche seiner Hundemarken verkaufen als er morgens aufgestanden ist. Auf jeden Fall war jeder voll dabei und satte 14 Leute besorgten dich komplette Top Gun Montur. So ausgerüstet gings zum vorglühen Richtung Bally wo Biere geleert wurden und zur Huldigung und Gedächtnisauffrischung Teile von "Top Gun" gezeigt wurden. Dann ging es ans Namen ziehen, dass sich wie folgt gestaltete (in Gänze weils so schön ist ;) ):

- "Maverick" (Bally weil Geburtstagskind)
- "Iceman" (Sarge)
- "Slider" (Massiv)
- "Viper" (Partyboy)
- "Sundown" (Matty)
- "Jester" (Ich)
- "Cougar" (Friction)
- "Stinger" (Smallman)
- "Merlin" (Nate)
- "Wolfman" (Sex Kitten)
- "Hollywood" (Lloyd)
- "Goose" (Jordan)

Extranamen unsere Wahl waren Charlie, Gator, Ironballs und Shooter um die Liste der echten Namen zu füllen. Bei der Liebe zum Detail die Top Gun-Megafan Sarge an den Tag legte um den Abend perfekt zu machen gab es natürlich auch spezifische Regeln, die ohne Filmkenntnis nicht wirklich logisch erscheinen aber an dieser Stelle bestmöglich erklärt werden sollen :) Strafen drehten sich natürlich um Alkoholkonsum, der in angmessener Weise auf die Gesetzesbrecher niederging. Die Regeln:

- Jeder Pilot musste mit seinem Spitznamen angespochen werden.
- Die beliebte Phrase "Your Mom!" musste durch "so is my Johnson" ersetzt werden
- Kein Flug unter dem "Hard-Deck"! Getränke dürfen nur bis zum letzten Viertel getrunken und spätestens dann geext werden!
- Ein spezifischer Schrei muss von einer willkürlichen "Slider" Pose gefolgt werden.
- Der Satz "I'm getting a hard on" muss mit "Don't tease me" beantwortet werden.

(Ich möchte an dieser Stelle wo ich gerade schreibe anmerken, dass soeben "Take my breathe away" vom Top Fun Soundtrack im Fernsehen läuft!)

Die Stimmung war schon beim Vorglühen angemessen dem Motto absolut "top" (autsch! war der schlecht...bitte höflichst um Verzeihung!), vor allem weil Team-Bierbong "Linda" häufig zum Einsatz kam und mit besonders garstigen Mischungen gefüttert wurde, nachdem einige der fähigeren Alkoholingeniuere des Teams herausgefunden hatten dass sich Bier und Schnaps darin nicht wirklich mischt und demnach böse "Afterburner" erzeugt...ich konnte meine Runde zum Glück ohne mit der Wimper zu zucken absolvieren obwohl der Absinth gegen Ende ziemlich Einschlug...Nachdem Maverick bereits beim vorglühen mächtig Gas geben musste (dafür gabs diesmal kein Dirty Pint!) wurde sich noch fein eingeölt und Richtung Union geeilt wo man wie üblich in den Abend startete. Hier wurden verbleibende Partywillige eingesammelt und dann gings nach kurzer Zeit per Taxi auch schon gen Barracuda, wo einmal mehr der "Hot Chair" zum Einsatz kam und später sogar zum "Hot Table" umgewandelt wurde, auf welchem man einmal liegend mit reichlich Schnäpperich versorgt wurde. Jedenfalls blieben die Kehlen hier bei guten Preisen nicht trocken. Nächste Station war das Aruba und das Onyx...es gab keine größeren Zwischenfälle zu berichten aber jeder hatte definitiv eine Bombenzeit, ich persönlich entschied mich für die Tanzfläche als mein bevorzugtes Revier und fand exakt die richtige Dosis an der Bar. Die Idee des Kollegen Macca die Sonnenbrillen auch im Club zu tragen wurde nach kurzer Zeit als Blödsinn abgestempelt :) Geburtstagskind Bally hielt sich dagegen erstaunlich gut und überstand den Abend genauso unbeschadet wie sein Flügelmann Jordan a.k.a. der gemäß seines filmischen Ablebens eigenlich auch an diesem Abend völlig zerstört werden sollte :) Allerdings entkam er scheinbar den Klauen seiner Häscher und konnte sich mit einem akzeptablen Vollrausch retten statt völlig zu kollabieren! Während Iceman sich trotz unserer Pläne noch Kumpel T.C. aufzusuchen einfach aus dem Staub machte, da er wie immer orientierunglos war, entschloss ich mich tatsächlich noch für einen kleinen Afterglow bei unserem "Mr. Probability" (der einfach so lange Tussis durch probiert bis eine ja sagt ;))... Allerdings waren wir beide schon extrem stramm zu diesem Zeitpunkt und ergo ein wenig verpeilt, hatten trotzdem interessante Gespräche die aber im Entschluss mündeten noch die örtliche Fastfood Szene aufzumischen und ein bisschen Geld in die Kassen unserer bevorzugten Hühnchenbraters zu spülen...und hier machte ich Bekanntschaft mit einem meiner neuen besten Freunde: Dem Hotshot! Nachdem wir schweigend unsere Kalorienbomben auf einer Mauer verzehrt hatten, entschlossen wir den Abend ausklingen zu lassen und unserer eigenen Wege zu gehen.

Samstag, 29. März 2008

I fell into a burning RING OF FIRE

Ring of Fire...so heisst ein hier mehr als beliebtes Trinkspiel und es ist wirklich grossartig muss ich zugeben! Nach Jule wohl das beste Trinkspiel dass ich kenne, und durchaus eine alternative an Abenden die nicht nach den drei heiligen Würfeln schreien. Die Regeln? Hier eine kleine Übersicht:

- das Spiel kann entweder mit "normalen" Karten oder mit speziellen Karten, die man hier kaufen kann, gespielt. Die Aktionen bleiben eigentlich die gleichen -

Jeder Spieler hat ein volles Glas Bier oder Cider vor sich das als "sein" Getränk gilt und von dem er bei Regelverstoss die gegebene Anzahl an Schlücken trinken muss. Die Karten werden in einem Kreis um ein gefülltes Schnapsglas verteilt und werden nacheinander gezogen. Jede Karte steht für eine Aktion. Während des Spiels ist es verboten zu fluchen, mit dem Finger zu zeigen (Ellbogen ist erlaubt), auf die Toilette zu gehen sowie das Wort "trinken" in jedweder Form zu verwenden...soviel zu den generellen Regeln

- Drinking (Home and Away)...sehr einfach: Man trinkt die angezeigte Anzahl an Schlücken selbst oder bestimmt wer sie trinkt.
- Rules...selbsterklärend: man erfindet eine neue Regel wie man sie von Jule oder Quartern kennt!
- Toilet: Mit dieser Karte darf man ohne Strafe aufs Klo gehen (kann auch unter Bediungen getauscht werden)
- Action: Dieses Karte behält man unaufgedeckt bei sich und beginnt zu irgendeinem Zeitpunkt eine bestimmte Bewegung (Ohrenreiben etc.)...solange bis alle die Bewegung nachahmen, der letzte verliert und muss trinken.
- Question: Bleibt ebenfalls verdeckt. Man kann zu jedem Zeitpunkt einem Spieler eine beliebige Frage stellen...antwortet dieser nicht mit einer Gegenfrage muss er trinken!
- Forfeit: Eine fiese Karte die der Regelkarte nicht unähnlich ist, aber einen einzelnen Spieler zu einer Aktion zwingt...Beispiele weiter unten! Das Spiel endet wenn die letze dieser Karten gezogen wurde.
- Category: Ein Klassiker, man muss als erster eine Kategorie wie z.B. Autos, Hauptstädte etc. nennen. Wem als erster in der Runde keine mehr einfällt, darf sein Gläschen heben. Der beste Moment: Ich wähle die Kategorie Deutschland und sage "Würzburg" um niemandem Berlin, Frankfurt etc. zu klauen...und was fällt dem nächsten in der Reihe (Cadburys) ein? "Eindhoven"...mir war die Enttäuschung in Augen und Stimme abzulesen und die Runde war zum einen erheitert zum anderen erleichtert dass sie um die Städte rum gekommen sind!
- Poon: Bei uns als "Hepp" bekannt! Man zählt reihum und muss für alle Zahlen die eine 7 enthalten oder durch 7 teilbar sind "Poon" sagen, wobei auch die Richtung wechselt...mein Vorschlag andere Nummern zu nehmen wurde nicht akzeptiert :)
- Merry-Go-Round: Meiner Meinung nach die dümmste Karte, hier fangen alle zu trinken an, man kann aber erst aufhören wenn der Spieler vor einem absetzt...das führt leider oft dazu dass Spieler einfach das Glas hochhalten ohne wirklich zu schlucken, wodurch der Effekt dieses Spiels verpufft...ich würde die Karte persönlich am liebsten abschaffen!

Das sind die mehr als verständlichen Regeln, wie bei allen Saufspielen gibt es natürlich Könner die manche Regeln ums VERRECKEN nicht schnallen und nahezu immer als letzte ihr Ohr reiben etc.! Es bleibt zu sagen dass die Tommies in Sachen Strafen sicher keine Gefangenen machen... Man hat schonmal bis zu drei Herrschaften mit runtergelassenen Hosen um den Tisch sitzen oder es werden krachende Schellen verteilt...Die Demütigung geht manchmal an die Schmerzgrenze ebenso wie der Ekelfaktor (wenn z.B. Spülmittel in den Drink gemixt wird). Vor allem auf Tour waren die Strafen darauf spezialisiert zum einen nackt zu sein (bevorzugt natürlich dann ein Runde nur in Socken durchs Hotel zu drehen...ja auch ich durfte in diesen Genuss kommen!) zum anderen andere Spieler möglichst herb zu quälen und zu erniedrigen, wobei ich hier nicht zu genau auf grausame Details eingehen möchte... Ich sage nur das die Mütter mancher Mitspieler nicht unbedingt Stolz auf ihre Söhne gewesen wären :) Dagegen kamen Strafen wie sie in England angewandt wurden wie z.B. Klopapier-Gesichtsmumifizierung extrem harmlos daher!

Mittwoch, 26. März 2008

REAL basic cooking

Kennt ihr die Dinger auch? Kochbücher mit sogenannten "basic" Gerichten die nicht viel Aufwand erfordern und zumeist speziell an den Studenten als solchen gerichtet sind um ihm die Mühsal der Nahrungsbeschaffung ein bisschen zu erleichtern! Dann schlägt man die Bücher auf und findet neben Exotenküche wie Wachteleiersorbee und Ente a l'orange lediglich extravagante oder mit der sehr beliebten Vokabel "raffiniert" umschriebene französische Salate, von denen kein gestandener Mann satt wird...ganz zu Schweigen von den lächerlichen Zutatenanforderungen die einen wegen getrockenen Bananenblättern durch die ganze Stadt hetzen weil man die ja uuuunbedingt für nen Nudelauflauf braucht! Nicht mit mir Freunde! Ich habe sie in der Hinterhand, die Pläne für wirklich einfaches und effizientes Kochen das auch noch schmeckt! Hier sind ein paar Regeln und Zutaten die vielleicht auch euren Küchenaufenthalt verkürzen ohne den Genuss einzuschränken:

Goldene Regeln:

- Man sollte nie mehr als zwei Herdplatten gleichzeitig verwenden (Ofen/Mikro/Herd Kombis sind akzeptabel!)
- Man sollte nie mehr als 5 Zutaten für eine Mahlzeit brauchen
- Die einzigen Gewürze sollten Salz und Pfeffer sein, die Soße der Wahl BBQ
- Verwendete Zutaten sollten entweder lange haltbar oder in vernünftigen Ein-Mann Dosen erhältlich sein
- Dosenzutaten und alles was in der Mikrowelle bereitet werden kann steigern die effizienz enorm!
- Keine Mahkzeit sollte länger als 20 Minuten dauern und wenn sie 20 Minuten dauert sollte sie keiner ständigen Überwachung benötigen um nebenbei fernsehen zu können


Klasische Zutaten mit denen man mehrer tausend köstliche Speisen machen kann:

- Nudeln in jeder Form
- Reis (Mikrowellenreis!)
- Brot / Semmeln
- Schinken / Wurst
- Streukäse
- BBQ Soße / Mayo
- Pita / Naan Brot
- Burgerfleisch
- Eier
- Dosennahrung (z.b. Hühnchen in Soße)


...andere Nahrung außer Tiefkühlexoten landet bei mir eigentlich selten im Warenkorb! Ihr wärt überrascht was sich damit alles zaubern lässt...probierts doch mal aus!

PS: Sorry dass ihr so lange nix von mir gehört habt, aber wie die meisten von euch wissen war ich zunächst in Spanien und habe dann zwei Wochen Fronturlaub verbracht, ergo konnte ich euch alle Erlebnisse der Tour und sonstiges natürlich live und direkt erzählen! Aber hier bin ich wieder zur Stelle und werde hoffentlich öfter posten können um euch zu unterhalten und vielleicht noch die eine oder andere Story aus Spanien zum Besten geben :)

Freitag, 21. März 2008

Varsity


Varsity...das heisst auf gut deutsch alle unserer Unimannschaften gegen die Sunderland Uni um am Ende zu ermitteln wer die besseren Sportmannschaften hat! Außerdem dass letzte Spiel für mich im Cougars Trikot, wodurch ich gleich ein bisschen wehmütig wurde ich als ich mir die 26 über die Schultern zog... Aber die Busfahrt war schonmal lustig und da alles nicht ganz so ernst war, waren alle relativ gelassen obowlh unser Kader eher klein war während Sunderland (die gegen uns noch nie gewonnen haben...) einige "Oldboys" im Gepäck hatten um uns das Leben schwer zu machen. Ich durfte dann folglich auch auf meiner Lieblinggsposition als Free Safety starten und machte ein annehmbares Spiel dafür dass ich wenig Erfahrung habe...der Rest der Mannschaft war an diesem Tag aber im Gegensatz zu sonst nicht 100%ig auf der Höhe, während Sunderland (gestützt durch fragliche Entscheidung des Referees) erstaunlich gut war! Der Schock zur Halbzeit: Wir lagen einen Touchdown hinten und waren am verzweifeln...aber die Mannschaft riss sich zusammen und konnte mit aller Gewalt den Sieg sichern. Ich für meinen Teil musste Ende des 3. Viertels verletzt vom Platz nachdem mir ein gegnerischer Helm im Eifer des Gefechts gegen das Schienbein geknallt ist und ich nur noch wie eine lahme Ente humpeln konnte...Am Ende hiess es 20:12 für uns und wie konnten erhobenen Hauptes in die Disco gehen, immerhin hatten wir unsere Pflicht erfüllt und einen Sieg eingefahren.
Es ging also ab in die Disse, die bereits prall gefüllt war mit allerlei Sportlern, die bereits die üblichen Gesänge anstimmten, in welcher Hinsicht wir Sunderland eindeutig vorraus waren und mit Gassenhauern wie "I'd rather be a Smokie than a cunt" und "They made me go to Sunderland, but I said no-no!" die Stimmung vorantrieben, nach einem kurzen Essen gings an die Bar zu billigem Bier und anschließend für einen kurzen Soloausflug für mich auf die Tanzfläche um den Varsity Teilnehmern meinen Hammerdance näher zu bringen! Danach nahmen uns die Sunderland Jungs, die im übrigen echt cool drauf sind auch wenn wir uns auf dem Spielfeld auf die Mütze geben auf einen kleinen Pubcrawl. Wir konnten das Boatrace einmal mehr gewinnen obwohl einige unsere stärksten Trinker nicht anwesend waren und ich persönlich verstand mich extrem gut mit einigen der Jungs... ein Highlight war die Entwendung von Johnny Wilkinson's Unterbekleidung im Pub so dass dieser semi-nudus durch die Kneipe hüpfen musste bevor er sein bestes Stück wieder in Textil hüllen konnte! Ein Abstecher im immer beliebten Reflex sorgte für bombige 70er Jahre Stimmung und mittlerweile zeichnetet sich die ersten alkoholbedingten Zustände ab... Zurück in der Hauptlocation floß weiter reichlich Alkohol und man zappelte zu extremer Bumm-Bumm Musik die mir einmal mehr zusagte! Leider wurde verkündigt dass wir Varsity insgesamt mit 18-10 verloren hatten und unser Leader Cadbury's schweren Herzens die Trophäe in Sunderland lassen musste...das grosse Saufrennen haben wir zwar gewonnen aber hier wurde ganz offen gesagt geschummelt, also kein besonders ruhmreicher Sieg. Die Zappelorgie wurde durch GoGos und Spielchen aufgelockert, aber bei mir schlug der Alkohol durch Schlafmangel und Ermüdung durch das Spiel voll ein und die Zeit schien einfach nicht zu vergehen...nach Rücksprache mit Sarge beschlossen wir den ersten von drei Bussen nach Teesside zu nehmen und Sargie war in einem noch erbärmlicheren Zustand als ich, bot mir aber netterweise seine Schulter als Schlafgelegenheit im Bus an...Sargie selbst döste sofort ins Reich der Träume und verpasste eine weitere Gesangseinlage der Insassen unter Anleitung von Unionpräsident Dowson... war aber auch nicht schlimm! Nach Ankunft in Teesside und einem Nachtmahl gings dann per Taxi endlich ins Bett...ein laaaanger Tag lag hinter mir!